Kontakt und Sprechzeiten
AGAPLESION EV. BATHILDISKRANKENHAUS BAD PYRMONT
Sektion Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie

Chefarztsekretärin
Silke Lichtenstein

Maulbeerallee 4
31812 Bad Pyrmont

(05281) 99 - 16 01

(05281) 99 - 16 13

gefaesschirurgie.bkp@agaplesion.de

  • Di: 10.00 - 14.00 Uhr
  • Do: 10.00 - 14.00 Uhr
Ihre Ansprechpartner
 Dimitar Cholakov

Dimitar Cholakov

Sektionsleiter Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie

 Silke Lichtenstein

Silke Lichtenstein

Chefarztsekretärin

Sektion Gefäßchirurgie und Endovaskuläre Chirurgie - Gefäße bestimmen Lebensqualität

Der Anteil der Erkrankungen am Gefäßsystem in unserer Bevölkerung ist erheblich, insbesondere da unser Älterwerden durch das Altern der Blutgefäße bestimmt wird. Viele Beeinträchtigungen, die aus Erkrankungen des Gefäßsystems resultieren, könnten bei rechtzeitigem Eingreifen verhindert oder abgemildert werden.
Für Ihre Gesundheit stellen wir nicht nur die Möglichkeiten der Gefäßchirurgie zur Verfügung, sondern diskutieren Ihre Situation mit den Kollegen anderer gefäßnaher Fachabteilungen in unserem Haus. Welche Methode für Sie zur Anwendung kommt, entscheidet sich anhand von Kriterien zu maximaler Effektivität bei weitestgehend schonendem Vorgehen. Die Kunst liegt also bei der individuellen Anwendung sogenannter konservativer, minimal invasiver und operativer Techniken, häufig sogar in Kombination.

Ein gutes Beispiel für eine schonende Behandlung ist die Ausschaltung von Bauchaortenaneurysmen durch Aortenstents (Endovasculäre Aortenchirurgie): der Patient ist nach der Operation sofort mobil und kann in der Regel nach vier Tagen bereits wieder entlassen werden.
Oder aber bei Gefäßverschlüssen an den Extremitäten: durch Kombination mit einer Gefäßaufdehnung (Ballondilatation, PTA), lässt sich das Operationstrauma unter Umständen ebenfalls deutlich begrenzen.

Sei es die Krampfaderoperation, mit dem Ziel eines kosmetisch günstigen Ergebnisses, die Halsschlagaderoperation, zur Vorbeugung eines Schlaganfalles oder die Wiedergewinnung der Gehfähigkeit beim sogenannten Diabetischen Fuß. Jedes Mal ist der schonende Umgang mit dem erkrankten Gewebe eines der Mittel zum Erfolg.
Das Spektrum der von uns angebotenen Gefäßchirurgischen Behandlungsmethoden ist weit:
Neben dem bereits Erwähnten stellen Dialyseshunts und Demerskatheter zur Blutwäsche an der künstlichen Niere einen Schwerpunkt dar. Ebenso werden sogenannte Ports zur Chemotherapie bei Krebserkrankungen eingesetzt. Rekonstruktionen von Gefäßen finden von den Eingeweidearterien und Halsschlagadern an bis hinunter in den Fußbereich statt. Die Chancen zur Beseitigung von Unterschenkelgeschwüren und die Abheilung chronischer Wunden können durch die Möglichkeiten einer Gefäßabteilung erheblich gesteigert werden; denn die Probleme werden von der Ursache her angegangen.

Ambulante Behandlung
Durch eine Überweisung von einem Phlebologen, Neurologen, Chirurgen, Orthopäden oder fachärztlich tätigen Internisten in unsere Gefäßsprechstunde ergibt sich die Möglichkeit zum Beratungsgespräch, zu einer körperlichen Untersuchung und zur Planung weiterer Diagnostik. Bitte vereinbaren Sie vorab einen Termin.

Leistungsspektrum

Behandlungsspektrum der Gefäßchirurgie im Überblick

  • Ausschaltung von Erweiterungen (Aneurysmen) an Extremitätenarterien und -venen
  • Behandlung von Lymphödemen
  • Beseitigung akuter Gefäßverstopfungen (Embolien, Thrombosen)
  • Bypassoperationen bei Verengungen an Extremitätenarterien
  • Chirurgie der Unterschenkelgeschwüre, z. B. nach tiefen Beinvenenthrombosen (Postthrombotisches Syndrom)
  • Chirurgie des sogenannten Diabetischen Fußes
  • Einpflanzung von Ports und Venenverweilkathetern (z. B. Demerskatheter) zur Chemotherapie
  • Halsschlagaderveränderungen (Carotischirurgie)
  • Hybrideingriffe an Extremitätenarterien (Kombination mit Ballonaufdehnungen, Perkutane Transluminale Angioplastie)
  • Krampfaderchirurgie
  • Lipödem und Lymphödem und deren Folgekrankheiten
  • Shuntanlagen zur Hämodialyse
  • Tumorchirurgie mit Gefäßbeteiligung
  • Verengungen und Aneurysmen von Eingeweidegefäßen

Manche Operationen können in Lokalanästhesie und / oder ambulant durchgeführt werden. Wir beraten Sie dazu selbstverständlich gerne.

Zentrum für Lymphologie - Kompetenz vor Ort gebündelt

Warum sind Lymphödempatienten oft unzureichend versorgt? Selbst nach einer intensiven Therapie in einer lymphologischen Fachklinik scheint danach oft ein Bruch zum Alltag des Patienten zu entstehen. Häufig sind die verordneten Maßnahmen im (Berufs-)Alltag nicht umzusetzen.

Im AGAPLESION EV. BATHILDISKRANKENHAUS haben wir daher ein besonderes Konzept entwickelt, dessen Ziel die alltagstaugliche Integration der lymphtherapeutischen Mittel ist. Der Kern dieses Konzepts ist die Betreuung von Lymph- / Lipödempatienten von Anfang an bis zur therapeutischen Endstrecke durch ein festes Team.

Am Beginn steht die Diagnostik in der Gefäßsprechstunde. Von dort aus wird entschieden, ob primär ambulant oder primär stationär behandelt werden kann. Bei schweren Krankheitsbildern oder erheblichen Zusatzerkrankungen (beispielsweise Herzschwäche), kann ein Einstieg in die Therapie unter stationären Bedingungen erforderlich sein. In einem solchen Fall wird in aller Regel während eines viertägigen Aufenthaltes eine sogenannte "Komplexe Physikalische Entstauung (KPE)" durchgeführt. Diese umfasst bei uns im Maximalfall:

  • Lagerungstherapie
  • Zwei Mal täglich Manuelle Lymphdrainage (MLD)
  • Hautpflege / Wundbehandlung
  • Kompressionswickelung/ Manschetten
  • Sequentielle Kompressionstherapie (SCT)
  • Anleitung zu Bewegungsübungen unter Kompression
  • Bei Bedarf Ernährungs- und Diabetesberatung

Dieses Programm wird auf die individuellen Bedürfnisse des Lymphödempatienten angepasst. Unter den Bedingungen der stationären Überwachung wird ein Maximum an Entstauung in kürzester Zeit verwirklicht. Sie lernen die aufeinander aufbauenden Prinzipien der Entstauungstherapie kennen und anwenden.

So sind Sie z.B. in der sich anschließenden ambulanten Phase in der Lage, die sequentielle Kompressionstherapie selbstständig zu Hause anzuwenden. Innerhalb eines Intervalls von drei Monaten begleiten wir Sie bei der Konsolidierung Ihres Entstauungserfolges:

  • Wir rezeptieren die erforderliche Manuelle Lymphdrainage und die Kompressionsmaterialien.
  • Wir beraten bei Problemen im Umgang mit der Sequentiellen Kompressionstherapie und den Kompressionsmaterialien.
  • In Absprache mit Ihrem Hausarzt kümmern wir uns um chronische Wunden, sofern vorhanden.
  • Wir leihen Ihnen für diese Zeit ein SCT-System aus.
  • Erschwerende Gefäßerkrankungen werden berücksichtigt.

Nach diesen ersten drei Monaten findet eine Neueinschätzung Ihrer Situation statt:

  • Vergleich der Messdaten für die Extremitätenumfänge
  • Besprechung der Erforderlichkeit der Sequentiellen Kompressionstherapie
  • Abklärung, wie Sie mit den Kompressionsmaterialien zurechtkommen
  • Prüfung der Wundheilung
  • Feinjustierung des Gesamtpaketes an therapeutischen Dauermaßnahmen im Kontext des (Berufs-)Alltages

Die kontinuierliche Betreuung des Lymph- / Lipödempatienten aus einer Hand, über alle Therapiephasen hinweg, verspricht eine gelungene und nachhaltige Versorgung.

Der ehemalige Chefarzt Dr. med. Ulrich Augenstein erklärt das von ihm entwickelte besondere Behandlungskonzept für Lymph-/ Lipödempatienten:

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