Kohlendioxid sorgt für weniger Bauchspannung

01. April 2019

Neue, moderne und hochauflösende Endoskope in der Funktionsdiagnostik des AGAPLESION EV. BATHILDISKRANKENHAUSES in Bad Pyrmont bieten den Patienten noch mehr Sicherheit und Komfort bei den Untersuchungen. Insbesondere die Bauchspannung bei der Spiegelung des Magendarmtraktes wird durch die Verwendung von Kohlendioxid anstatt normaler Raumluft verringert.

Die Bauchspannung ist für viele Patienten, vor allem nach einer Koloskopie (Darmspiegelung), das Unangenehmste. Durch CO2-Anwendung kann dieser Anteil deutlich reduziert werden. Die Darmspiegelung mit dem medizinischen Gas CO2 (Kohlendioxid) anstatt mit normaler Raumluft bringt deutliche Vorteile für den Patienten mit sich. CO2 besitzt den Vorzug einer circa 150-fach schnelleren Aufnahme (Resorption) aus dem Darm als die bisherige Raumluft - dieser Effekt beginnt bereits während der Untersuchung. Das eingesetzte CO2 wird dann rasch und vollständig unbemerkt über die Lunge abgeatmet. Dadurch werden Blähungen und Bauchschmerzen, wie sie bisher unter Verwendung von Raumluft auftreten konnten, nach der Darmspiegelung nahezu vollständig verhindert. Das eingesetzte CO2 ist in zahlreichen medizinischen Studien untersucht worden und hat sich als sicher und effektiv erwiesen.

Neben neuen Koloskopen für Darmspiegelungen sind noch neue Gastroskope für Magenspiegelungen und neue Endosonographie-Endoskope für gezielte Sonographie und Punktionen der inneren Organe im Einsatz der Funktionsdiagnostik vom AGAPLESION EV. BATHILDISKRANKENHAUS.

Alle Endoskope sind mit HDTV-Bildqualität und NBI-Modus ausgestattet. NBI bedeutet Narrow Band Imaging. Diese Technik ermöglicht eine hochauflösende und erheblich kontrastreichere Darstellung der Schleimhautoberfläche und der Blutgefäße im Magendarmtrakt und erzielt somit, insbesondere im Hinblick auf die Erkennung von Krebs und die Charakterisierung verdächtiger Schleimhautareale, einen großen klinischen Vorteil. Dazu kommt eine variable Steifigkeit der Koloskope, die eine Schlingenbildung des Koloskops verhindert. Die Steifigkeit des Koloskops kann individuell angepasst werden, um der jeweiligen Anatomie des einzelnen Patienten gerecht zu werden.

Sektionsleitung der Gastroenterologie Dr. med. Valentina Youssef freut sich sehr über die neuen Endoskope: „So können wir unseren Patienten noch mehr Sicherheit und Komfort bieten.“

 

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Dr. med. Valentina Youssef, Sektionsleitung der Gastroenterologie am AGAPLESION EV. BATHILDISKRANKENHAUS BAD PYRMONT, und Marco Nagel, Mitarbeiter der Funktionsdiagnostik, präsentieren eines der neuen, modernen und hochauflösenden Endoskope, welche noch mehr Sicherheit und Komfort für die Patienten bieten. Dieses Koloskop verwendet Kohlendioxid anstatt Raumluft für die Darmspiegelung. Dadurch haben die Patienten weniger Bauchspannung nach der Untersuchung.