Neue Medikamente gegen Alzheimer-Erkrankung im AGAPLESION EV. BATHILDISKRANKENHAUS

15. September 2025

Pionier in der Region: Das BATHILDISKRANKENHAUS zählt zu den wenigen Kliniken, die die neuartigen Alzheimer-Antikörper verabreichen dürfen.

Das AGAPLESION EV. BATHILDISKRANKENHAUS gehört zu den ersten Kliniken bundesweit das zwei neuartige Alzheimer-Medikamente (Lecanemab und Donanemab) ambulant anbietet. Seit Herbst 2025 stehen diese Wirkstoffe für die Behandlung des frühen Stadiums der Alzheimer-Erkrankung zur Verfügung.

Die neuen Medikamente gelten in der internationalen Alzheimerforschung als Meilenstein: Zum ersten Mal richten sich Therapien nicht nur gegen Symptome, sondern setzen direkt an der Ursache der Erkrankung an. Die synthetisch hergestellten Antikörper binden krankhafte Eiweißablagerungen im Gehirn, die anschließend vom Immunsystem abgebaut werden. Dadurch kann der geistige Abbau erstmals nachweislich verlangsamt werden.

Da die erforderlichen Voruntersuchungen und die engmaschige Überwachung während der Behandlung sehr aufwändig sind, empfiehlt das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) die Anwendung vor allem in spezialisierten Kliniken. Das BATHILDISKRANKENHAUS hat die notwendigen Strukturen dafür bereits etabliert: Ein interdisziplinäres, eingespieltes Team sorgt dafür, dass Patientinnen und Patienten wohnortnah und auf höchstem wissenschaftlichem Niveau versorgt werden können.

„Wir sind stolz darauf, die komplette Versorgung rund um die neue Alzheimer-Therapie an einem Standort anbieten zu können. Diese Bündelung von Expertise macht es möglich, unseren Patientinnen und Patienten eine moderne und zugleich heimatnahe Behandlung zu gewährleisten. Dieses konzentrierte Angebot schafft Sicherheit, kurze Wege und eine Versorgung auf höchstem Niveau. Gerade für ältere Menschen ist es wichtig, nicht zwischen verschiedenen Einrichtungen pendeln zu müssen.“ erklärt Dr. med. Jürgen Siebert, Oberarzt der Klinik für Neurologie, der gemeinsam mit Oberärztin Simone Kitzmann die neurologische Ermächtigungsambulanz führt.

Die neuen Medikamente wirken ausschließlich im Frühstadium der Alzheimer-Erkrankung, also bei leichten kognitiven Beeinträchtigungen. Deshalb ist eine möglichst frühe Diagnose von großer Bedeutung. Eine verspätete Abklärung kann bedeuten, dass Betroffenen eine wirksame Therapie entgeht.

Das BATHILDISKRANKENHAUS appelliert daher an die Bevölkerung und an die Hausarztpraxen der Region, frühzeitig auf mögliche Anzeichen zu achten und Betroffene rasch einem Neurologen vorzustellen – entweder in einer niedergelassenen Praxis oder direkt im Krankenhaus. So können weiterführende Untersuchungen zeitnah eingeleitet und im Idealfall ein früher Therapiebeginn ermöglicht werden.